Kinderorthopädie

Die Kinderorthopädie ist ein Spezialgebiet der Orthopädie, die sich mit angeborenen und erworbenen Deformitäten und Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Der Begriff „Orthopädie“ geht ursprünglich auf kindliche Deformierungen und deren Korrektur zurück. Anfangs wurden in orthopädischen Heilanstalten oft über Monate Kinder mit Fehlstellungen wie Klumpfuß oder Skoliose behandelt. Bereits im Altertum wurden kinderorthopädische Therapien vorgeschlagen, die sich teilweise heute noch – mit neuartigerem Material – wiederfinden. So geht die Klumpfuß-Redression auf Hippokrates zurück, der damals mittels Papyrusstreifen therapierte. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts beschäftigte sich die gesamte Orthopädie vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Im 20. Jahrhundert lag der Schwerpunkt auf der Behandlung der Folgeschäden der Poliomyelitis und der Knochentuberkulose. Erst mit Aufkommen der Erwachsenen-Orthopädie und der Möglichkeit des Gelenkersatzes verschob sich Schwerpunkt zu den Erwachsenen. In der Folge setzte sich die Kinderorthopädie als Spezialisierung durch.


Wichtige kinderorthopädische Krankheitsbilder:

An der Hüfte:

  • Hüftdysplasie
  • Hüftluxation
  • Hüftkopfnekrose (Morbus Perthes)
  • Wachstumsfugenlösung/Hüftkopfgleiten (Epiphyseolysis capitis femoris)

An den unteren Extremitäten:

  • Klumpfuß
  • Knicksenkfuß
  • Sichelfuß
  • X- und O-Beinfehlstellungen (Genu valgum und Genu varum)
  • Beinverkürzungen

Typische Wirbelsäulen-Fehlbildungen:

  • Skoliose
  • BWS-Kyphose Morbus Scheuermann
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)

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